Artist Sabine Gerstacker, schoene wilde Bilder
 
Artist Gerstacker Schöne Wilde Bilder in Öl und Druckgraphik

Süddeutsche Zeitung /Starnberg vom 19. Mai 2008
Farbige Energiemuster

Sabine Gerstacker zeigt ihre Gemälde in Holzhausen

Holzhausen • In dem zweistöckigen, offenen Foyer des Bildungszentrums der Bayerischen Verwaltungsschule in Holzhausen am Ammersee stehen zumindest einige größere Wandflächen zur Verfügung, an denen sich großformatige Bilder von intensiver Farbwirkung zeigen lassen, die Raum und Licht brauchen. Dort sind noch bis Ende des Monats Bilder von Sabine Gerstacker zu sehen. Die ehemalige Schülerin der Professoren Karl Blocherer und Robert Scherer wie auch Absolventin von der Internationalen Sommerakademie in Salzburg, hat sich mit einer ebenso eigenwilligen wie beeindruckenden Version des abstrakten Expressionismus einen Namen gemacht.

Im Gegensatz zum üblichen Informel, das in der Regel während des Entstehens durch spontane und intuitive Reaktionen auf die Wechselwirkungen von Farben zueinander sein Gesicht erhält, bereitet sich die Malerin minutiös vor. Auf Skizzenblättern tariert sie die jeweilige Gewichtung von Farbe und Form aus und lässt auf diese Weise bereits ein Energiemuster entstehen, das sich dann bei der Ausarbeitung in Öl auf Leinwand oder Öl auf Bütten mit Leben erfüllt. Doch geht dabei erstaunlicherweise nicht Spontaneität verloren, sondern es werden „Schöne wilde Bilder" geboren, wie der Titel der Ausstellung lautet.

Die Farbfelder, Inseln, Bögen, Streifen, locker gefügte Kreise, scheinen wie bunte Fahnen im Wind über den Bildgrund hinweg zu ziehen, unterliegen jedoch tatsächlich einem ausgeklügelten Harmoniesystem der Farben, heiterer Farben der Blau-, Gelb-, Grün und Rotpalette. Dennoch, und das ist wohl das Geheimnis dieser Malerin, ist eben nicht nette Beliebigkeit das Ergebnis.

Sabine Gerstacker mit ihrne grossformatigen schönen  wilden bildern

Bilder von intensiver Farbwirkung, bei denen nichts dem Zufall überlassen wird, sind Sabine Gerstackers Markenzeichen. Foto: O.Freudenthaler
Mit überzeugender Wucht wirken diese Energiestrukturen aus Form, Farbe und Licht in den Raum hinaus.

Es ist nachvollziehbar, dass ein Teil der Gemälde von Sabine Gerstacker von Krankenhäusern und für Sitzungsräume großer Konzerne angekauft worden sind. Ihre innere Ordnung wirkt mäßigend, ihre scheinbare Spontaneität gewiss auch heilend.
                                                INGRID ZIMMERMANN

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Mai werktags jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet.


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Sabine Gerstacker * "Schöne Wilde Bilder"
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